Der Ablauf: In fünf Schritten zum Prüfergebnis

Fünf Schritte, klare Rollen, keine Überraschungen. So kommen Sie von der ersten Klärung bis zum schriftlichen Ergebnis — und wissen jederzeit, was als Nächstes passiert.

1. Agenten abgrenzen

Zuerst halten wir fest, was genau geprüft wird: Version, Nutzer, Kanäle, Sprachen, Daten, Werkzeuge, Aktionen und Ausschlüsse. Für Gesundheit oder Finanzen legen wir einen vollständigen Ablauf fest — inklusive aller Stellen, an denen ein Mensch zustimmen muss.

Ein Beispiel: Ein Praxis-Assistent darf Terminanfragen vorbereiten, aber keine Termine bestätigen. Genau diese Grenze wird schriftlich festgehalten und später getestet.

Die fünf Prüfschritte: Wer macht was, was kommt heraus
SchrittIhre AufgabeAufgabe der PrüfpersonErgebnis
UmfangVersion, Ablauf, Daten, Werkzeuge, Verantwortliche und Ausschlüsse nennen.Grenzen hinterfragen und passende Kontrollen bestimmen.Unterschriebene Umfangsbeschreibung
NachweiseGeordnete, bereinigte Belege und Zugang für Tests liefern.Herkunft, Vollständigkeit und Zugriffsgrenzen prüfen.Nachweisindex und Testplan
PrüfungAutorisierte Tests unterstützen und Verhalten erklären.Stichproben ausführen, Fehler dokumentieren und Befunde einstufen.Befundliste und Testprotokoll
EntscheidFakten und Behebungszusagen bestätigen.Blocker, Werte und Restrisiko unabhängig beurteilen.Schriftlicher Entscheid — oder kein Entscheid
NachprüfungVorfälle und wesentliche Änderungen melden.Gezielte oder vollständige Neuprüfung bestimmen.Aktualisierter Status und Prüfprotokoll

2. Nachweise vorbereiten

Sie liefern Architektur, Datenflüsse, Zugriffs- und Freigaberegeln, Tests, Vorfallhistorie und anonymisierte Protokolle. Jeder Beleg trägt Quelle, Umgebung, Version, Erheber und Zeitstempel. Produktionsgeheimnisse gehören nicht in öffentliche Formulare — bereinigte Auszüge genügen.

3. Testen und prüfen

Jetzt wird es konkret: Getestet werden Datentrennung zwischen Kunden, minimale Werkzeugrechte, Angriffe über manipulierte Eingaben, Freigaben bei folgenreichen Aktionen, fälschungssichere Protokolle und Zuverlässigkeit an typischen Fällen. Stichprobengrösse und Auswahl werden offengelegt — eine gelungene Demo allein genügt nicht.

4. Beheben, entscheiden und aktuell halten

Jeder Befund bekommt eine verantwortliche Person, einen klaren Behebungsnachweis und eine Frist für den Neutest. Sie dürfen alles korrigieren und neue Belege liefern; die Prüfperson testet die geänderte Kontrolle erneut und prüft Nebenwirkungen. Eine Zwischenbestätigung mit offenen Punkten ist möglich — sie ist aber noch keine ausgestellte Zertifizierung.

Der Schlussentscheid bleibt strikt von der Umsetzung getrennt: Geprüft werden Blocker, die vier Bereichswerte, offene Grenzen und Interessenkonflikte. Ein Ergebnis wird nur mit Ihrer Erlaubnis veröffentlicht. Seine Gültigkeit endet mit der nächsten fälligen Prüfung — oder früher, wenn sich Wesentliches ändert.

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Prüfung?

Der Entwurf verspricht keine feste Dauer. Es hängt ab von Umfang, Qualität Ihrer Nachweise, Zahl der Abläufe und Sprachen, Zugang zu Werkzeugen und nötigen Korrekturen.

Darf mitwirken, wer den Agenten gebaut hat?

Ja, beim Erklären und Beheben. Aber nicht beim Schlussentscheid: Niemand zertifiziert die eigene Arbeit.

Was passiert, wenn ein Test scheitert?

Der Fehler landet mit Schweregrad und Verantwortlichen in der Befundliste. Nach der Korrektur wird erneut getestet. Betrifft die Änderung weitere Kontrollen, wächst der Neutest mit.